Das war die Hannover Messe 2022

Nach zweijähriger Pause traf sich die Welt der Industrie wieder in Hannover. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) präsentierte in der Research & Technology Halle eindrucksvolle Exponate aus BMBF-geförderten Projekten und Initiativen.

Ein Highlight für die Ausstellenden auf dem BMBF-Stand war der Besuch der Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger. Sie betonte die Bedeutung des persönlichen Austauschs für Vernetzung und Transfer und bedankte sich bei den Ausstellenden – stellvertretend für alle Forschenden in Deutschland – für ihre Ideen und ihr Engagement.

Hannover Messe 2022 – Gemeinsam Zukunft gestalten

Vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2022 lud das BMBF unter dem Motto „Chancengenerator – Für Ideen und Innovationen“ zum Austausch und Erleben der Exponate rund um die Themen technologische Souveränität und Energiesicherheit am BMBF-Messestand in Halle 2 ein. Das Programm „Zukunft der Wertschöpfung“ war mit der am Forschungscampus ARENA2036 entwickelten Fahrzeugplattform FlexCAR vertreten.

Zudem wurden innovative Konzepte zu den Themen Mobilität der Zukunft, Industrie 4.0, Mensch-Roboter-Interaktion, Lieferkettensicherheit und Energiewende präsentiert, die im Rahmen der BMBF-Förderung entwickelt worden waren.

Ein Highlight war der Besuch der Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger am ersten Messetag. Bei einem exklusiven Standrundgang konnte die Ministerin Forschungsprojekte unmittelbar erleben. Sie betonte die Bedeutung der Vernetzung und des persönlichen Austauschs auf der Messe, damit der Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung gelingt. Neben der Bundesforschungsministerin verschafften sich auch die Staatssekretärin im BMBF Judith Pirscher, die Leiterin der Abteilung 5 „Forschung für technologische Souveränität und Innovationen”, Prof. Ina Schieferdecker, sowie Engelbert Beyer, Leiter der Unterabteilung „Anwendungsorientierte Forschung für Innovationen“, einen Überblick über die ausgestellten Projekte. Im Gespräch mit den Ausstellenden erfuhren sie von den Erfolgsgeschichten hinter den Projekten und den persönlichen Motivationen der Forscherinnen und Forscher.

Vor Halle 2 wurde der InnoTruck des BMBF präsentiert, der mit einem abwechslungsreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot zum Mitmachen einlud.

Auf der Messe waren weitere Forschungsinitiativen des Programms „Zukunft der Wertschöpfung“ vertreten. Das BMBF-Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus stellte seine Innovationen auf dem Stand von it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe aus, der sich auch über den Besuch der Staatssekretärin Judith Pirscher freute. In Arbeitswelt.Plus entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen Lösungen für Künstliche Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt. Auf der Messe präsentierten sie ein Leuchtturmprojekt am Beispiel einer Wäschesortieranlage, bei der KI für die automatische Wäschesortierung und den Schutz der Beschäftigten eingesetzt wird. Auch die Plattform Industrie 4.0 präsentierte aktuelle Projekte auf ihrem Gemeinschaftsstand. Gezeigt wurden komplementäre Beiträge für die Entwicklung von digitalen, nachhaltigen und resilienten Ökosystemen, wie beispielsweise Gaia-X.

BMBF-Stand: Das waren die Exponate

Am Standeingang winkte bereits der Hello-Robot-Demonstrator von 6G-life. Seine Sensorik erkennt und überträgt Regungen und Gesten und spiegelt diese auf die Hand des Roboterarms. Die extrem hochfrequente 6G-Technologie als zukünftiger Mobilfunkstandard ermöglicht Interaktionen mit geringer Latenz.

Die am Forschungscampus ARENA2036 entwickelte Fahrzeugplattform FlexCAR ist der State-of-the-Art offener Fahrzeugplattformen. Sie zeigt an einem Fahrzeugdemonstrator, wie neue Fahrzeugtechnologien mittels offener Hard- und Softwareschnittstellen firmen- und disziplinübergreifend entwickelt und genutzt werden können. Es ist damit ein herausragendes Projekt, das zeigt, wie die Mobilität der Zukunft technisch umgesetzt werden kann.

Im Bereich Produktionsforschung und Industrie 4.0 wurde mit dem Projekt BaSys eine Open-Source-Lösung für künftige Prozessmodelle vorgestellt, das anhand Digitaler Zwillinge kurzzeitige bedarfsangepasste Produktionsverfahren ermöglicht.

Das Forschungsprojekt NutriSafe nutzt eine neuartige Blockchain-Technologie, um mit 6G-Kommunikationsnetzen Lieferketten nachzuvollziehen und so beispielsweise in der Lebensmittelproduktion die Herstellungsverfahren resilienter zu gestalten.

Das Verbundprojekt localhy brachte seinen Zero-Emission-Wasserstoff-Kreislaufmotor zur emissionsfreien Energiespeicherung und -gewinnung mit.

Zum Thema nachhaltige Energie entwickelten die BMBF-geförderten Kopernikus-Projekte ENSURE und SYNERGIE Technologien, mit denen das Stromnetz auch dann noch funktioniert, wenn Deutschlands Strom ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt – beispielsweise Systeme zum Schutz von Netzstrukturen und zur intelligenten Stromsteuerung.

Auch im Forschungsprojekt IMPACT RheinMain ging es um die Energiewirtschaft der Zukunft. Der „Energiebroker“ schafft Schnittstellenstandards zwischen Käufern und Verkäufern. Haushalte mit Energieüberschüssen erstellen Angebote, zeitlich flexible Kundinnen und Kunden erstellen Gesuche. Der „Energiebroker“ vermittelt Handelspartner und wickelt Transaktionen automatisiert und kostengünstig ab.

Der Preisträger des bekannten Nachwuchs-Wettbewerbs „Jugend forscht“ Amon Schumann stellte sein umweltschonendes Verfahren zur Wetterdatenmessung mit Hilfe von technisch optimierten Wetterballons vor.

Peter Froeschle, ARENA2036; Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel, Rektor Universität Stuttgart; Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger am Exponat FlexCAR.

Peter Froeschle, ARENA2036; Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel, Rektor Universität Stuttgart; Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger am Exponat FlexCAR.

PTKA

BMBF-Messestand auf der Hannover Messe 2022.

BMBF-Messestand auf der Hannover Messe 2022.

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InnoTruck BMBF

InnoTruck BMBF

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Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger bei der Demonstration eines Exponats.

Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger bei der Demonstration eines Exponats.

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Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger im Austausch mit dem Jugend-forscht-Gewinner.

Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger im Austausch mit dem Jugend-forscht-Gewinner.

PTKA

Eindruck vom OWL Gemeinschaftsstand

Eindruck vom OWL Gemeinschaftsstand

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Prof. Ina Schieferdecker informierte sich über die verschiedenen Themen am BMBF-Messestand.

Prof. Ina Schieferdecker informierte sich über die verschiedenen Themen am BMBF-Messestand.

PTKA

Das Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus stellte seine Innovationen vor [Prof. Dr. Roman Dumitrescu (it's OWL Clustermanagement GmbH); Judith Pirscher (Staatssekretärin, BMBF); Engelbert Beyer (UA 52, BMBF)].

Das Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus stellte seine Innovationen vor [Prof. Dr. Roman Dumitrescu (it's OWL Clustermanagement GmbH); Judith Pirscher (Staatssekretärin, BMBF); Engelbert Beyer (UA 52, BMBF)].

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