(DF)² – nachhaltige Dienstleistungen?

Dekarbonisierung von und mit Dienstleistungen – wie kann das gelingen? In Form von Impulsen, einer Podiumsdiskussion und Workshops diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Dienstleistungserbringung und Dienstleistungsforschung über Chancen und Herausforderungen für nachhaltige Dienstleistungen.

Das Deutsche Forum Dienstleistungsforschung (DF)² lud dieses Jahr nach Hamburg in die Räumlichkeiten der Firma Otto ein.

Mit der Dienstleistungswende zur Nachhaltigkeit

Die Dekarbonisierung bleibt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Intelligente Dienstleistungssysteme können wesentlich zur Dekarbonisierung beitragen, indem sie sowohl selbst Konzepte zur CO2-neutralen Erbringung von Dienstleistungen umsetzen als auch durch Vernetzung von Leistungen zu intelligenten, CO2-reduzierten Lösungen für relevante gesellschaftliche Bedarfe sorgen, beispielsweise durch vernetzte Mobilität oder smarte Energielösungen.

Was dafür geschehen muss, war die zentrale Frage der diesjährigen Konferenz des Deutschen Forum Dienstleistungsforschung (DF2) in Hamburg. Sebastian Klauke, Vorstandsmitglied der Otto Group erläuterte mit vielen praktischen Beispielen Möglichkeiten für die Reduzierung des CO2-Austosses durch menschenzentrierte und datenbasierte Dienstleistungsinnovationen. Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, Leiterin der Abteilung „Forschung für technologische Souveränität und Innovationen“ im Bundesministerium für Forschung und Bildung, hob die gesellschaftliche Relevanz einer Dienstleistungswende zur Nachhaltigkeit hervor. In einem interdisziplinär besetzten Panel wurde schließlich diskutiert, welche Rolle große und mittelständische Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Stadtplanung in der Umsetzung einer CO2-neutralen Wertschöpfung einnehmen.

Aus einer intensiven Diskussion der Expertinnen und Experten wurden mit dem Schwerpunkt auf Barrieren zwischen dem Status Quo und dem Ziel der CO2-neutralen Wertschöpfung Handlungsbedarfe und Forschungsfragen herausgearbeitet. Hervorgehoben wurden hier unter anderem:

• die Entwicklung von ganzheitlichen Nachhaltigkeitsindikatoren

• der Einsatz von smarten Technologien zur transparenten Messung dieser Indikatoren

• und die bei der Verwirklichung von Nachhaltigkeitsinitiativen notwendige Zusammenarbeit heterogener Akteurinnen und Akteure in Ökosystemen.

Die (DF)² Konferenz 2022 hatte eine interdisziplinäre Dienstleistungscommunity versammelt, um aktiv die Umsetzung einer Dienstleistungswende zur Nachhaltigkeit voranzutreiben. Sie bot den Teilnehmenden Leuchtturmbeispiele für Veränderungsinitiativen, inhaltliche Impulse für öffentliche Fördergeber und eine Basis für gemeinsame Forschungsbeiträge.

Hintergrund

Das Deutsche Forum Dienstleistungsforschung (DF)² wurde im Jahr 2021 im Zuge des Projekts „DL2030 – Digitale Dienstleistungen als Erfolgsfaktor für die Wertschöpfung der Zukunft“ gegrün-det. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Mehr Informationen zu Veranstaltungen und Mitwirkungsmöglichkeiten des Deutschen Forums Dienstleistungsforschung (DF)² finden Sie hier.

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