Projekte

LeanDI

Entwicklung von Produktionsanlagen und Fertigungssystemen für global produzierende Unternehmen nach den Methoden des 'Lean Manufacturing' am Beispiel Deutschland - Indien (LeanDI)

Programm: Forschung für die Produktion von morgen (bis 2015)
Bekanntmachung: Sonstige: Internationale Kooperation ProMorgen
Wettbewerb: INDIEN-Projekte 2006 - 2007

Kurzbeschreibung:
Ziel des deutsch-indischen Kooperationsprojekts LeanDI war es, die Methoden des "Lean Manufacturing" auf die Anforderungen von Unternehmen, die in globalen Wertschöpfungsstrukturen produzieren, zu übertragen. Dabei wurden die vier Schwerpunkte Werkzeugmaschine, Fertigungssystem, Fertigungsorganisation und Verbundproduktion betrachtet. Im Ergebnis können Lean Methoden auf die jeweiligen örtlichen Randbedingungen abgestimmt und bewertet werden.

Projektdauer: 01.11.2007 − 31.10.2011

Projektkoordinator:
Prof. Eberhard Abele
Technische Universität Darmstadt - Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW)
Telefon: +49 6151 16-20080
E-Mail: abele@ptw.tu-darmstadt.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dr.-Ing. Paul Armbruster
Telefon: +49 721 608-26209
E-Mail: paul.armbruster@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Methoden der "schlanken Produktion" (Lean Manufacturing) haben in den vergangenen Jahren weite Verbreitung vor allem im Bereich der Großserienfertigung, wie z.B. im Automobilbau, gefunden. Ihr Einsatz erfolgt vorwiegend in der Montage. Daher wurden die Methoden nicht ausreichend für die Bedingungen der Klein- und Mittelserienproduktion und insbesondere der spanenden Fertigung angepasst und weiterentwickelt.
Weiteren Nachholbedarf erkennt man bei der Betrachtung globaler Wertschöpfungsnetze mit Partnern in Ländern wie z.B. Deutschland und Indien. Hier unterscheiden sich die Randbedingungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von z.B. Energie, Verkehrsinfrastruktur oder qualifizierten Arbeitskräften und damit verbunden die Kostenstrukturen ganz erheblich. Auch diese Faktoren werden in den Methoden der schlanken Produktion bisher nicht ausreichend berücksichtigt.

Projektziele
Aus dieser Ausgangssituation wurden die folgenden vier grundlegenden Ziele für dieses Projekt abgeleitet:
- Übertragung der Methoden des "Lean Manufacturing" auf die spanende Fertigung
- Konzeption "schlanker" Werkzeugmaschinen
- Entwicklung einer Methode zur Bewertung der Schlankheit von Unternehmen
- Entwurf von Low Cost Automatisierungsmodulen
Insgesamt sollten damit Fortschritte erreicht werden, die es deutschen Herstellern von Werkzeugmaschinen und Produktionssystemen erleichtern, in globalen Netzwerken auch zum Ausrüster von Fabriken in Ländern wie Indien zu werden.

Vorgehensweise
Das Projekt gliederte sich in drei Arbeitsabschnitte: Analyse und Optimierung, Überführung und kontinuierliche Verbesserung. Die Analyse- und Optimierungsphase zielte auf die Entwicklung von Methoden, die die standortgerechte Planung von Fertigungssystemen bis hin zu schlanken Maschinenkonzepten ermöglicht. Im zweiten Arbeitsabschnitt wurden diese Methoden in die Praxisanwendung überführt und im letzten Arbeitsabschnitt weiter verbessert. Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Projekts war die Einbeziehung des bei den Projektpartnern in Deutschland und Indien vorhandenen Wissens über die standortspezifischen Bedingungen und im letzten Abschnitt die Einbeziehung der Erfahrungen der Industriepartner mit der ersten Anwendung der entwickelten Methoden.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Als Projektergebnisse stehen nun angepasste Methoden zur Nutzung der Lean Manufacturing Ansätze in der spanenden Fertigung zur Verfügung. Darüber hinaus wude im Projekt eine Vorgehensweise zur Bewertung der Schlankheit eines Unternehmens entwickelt. Unter Anwendung der Lean Manufacturing Methoden entstanden bei den beteiligten Maschinenherstellern Konzeptionen schlanker Werkzeugmaschinen sowie Low Cost Automatisierungsmodule. Die Anwendung der entwickelten Methoden wird deutsche Unternehmen dabei unterstützen, Produktionsmaschinen und -anlagen gezielt für die schlanke Produktion in Ländern wie Indien zu gestalten und auszulegen und ihnen damit den Marktzugang erleichtern.

Publikationen

Entwicklung von Produktionsanlagen und Fertigungssystemen für global produzierende Unternehmen nach den Methoden des ¿Lean Manufacturing¿ am Beispiel Deutschland ¿ Indien (LeanDI)
Autor: Abele, E.; Bechtloff, S.; Dervisopoulos, M.; Eber, R.; Eichhorn, N.; Korff, D.; Munirathnam, M.; Rost, R.
Verlag: TU Darmstadt, PTW (Eigenverlag)
Erscheinungsjahr: 2012
Beschreibung: Methoden der "schlanken Produktion" (Lean Manufacturing) haben in den vergangenen Jahren weite Verbreitung vor allem im Bereich der Großserienmontage, wie z.B. im Automobilbau, gefunden. Daher wurden die Methoden nicht ausreichend für die Bedingungen der Klein- und Mittelserienproduktion und insbesondere der spanenden Fertigung angepasst und weiterentwickelt.
In globalen Wertschöpfungsnetzen mit Partnern in Ländern, wie z.B. Deutschland und Indien, unterscheiden sich die Randbedingungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von z.B. Energie, Verkehrsinfrastruktur oder qualifizierten Arbeitskräften und damit verbunden die Kostenstrukturen ganz erheblich. Auch diese Faktoren werden in den Methoden der schlanken Produktion bisher nicht ausreichend berücksichtigt.
Daraus leiten sich die vier grundlegenden Ziele dieses Projekts ab:
- Übertragung der Methoden des "Lean Manufacturing" auf die spanende Fertigung
- Konzeption "schlanker" Werkzeugmaschinen
- Entwicklung einer Methode zur Bewertung der Schlankheit von Unternehmen
- Entwurf von Low Cost Automatisierungsmodulen
Insgesamt sollten damit Fortschritte erreicht werden, die es deutschen Herstellern von Werkzeugmaschinen und Produktionssystemen erleichtern, in globalen Netzwerken auch zum Ausrüster von Fabriken in Ländern wie Indien zu werden.
Als Projektergebnisse stehen angepasste Methoden zur Nutzung der Lean Manufacturing Ansätze in der spanenden Fertigung zur Verfügung. Darüber hinaus wurde im Projekt eine Vorgehensweise zur Bewertung der Schlankheit eines Unternehmens entwickelt. Unter Anwendung der Lean Manufacturing Methoden entstanden bei den beteiligten Maschinenherstellern Konzeptionen schlanker Werkzeugmaschinen sowie Low Cost Automatisierungsmodule. Die Anwendung der entwickelten Methoden wird deutsche Unternehmen dabei unterstützen, Produktionsmaschinen und -anlagen gezielt für die schlanke Produktion in Ländern wie Indien zu gestalten und auszulegen und ihnen damit den Marktzugang erleichtern.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Celina Gabber und Solvig Grünitz

+49 (0)721 608-25281
zentralessekretariat@ptka.kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu