Ressourcen

Der Ressourcenverbrauch und der CO2-Fußabdruck von Produktion und Dienstleistungen treten weiter in den Vordergrund. Eine Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz wird bereits in den Strategiezielen der Unternehmen berücksichtigt. Aber auch gesellschaftlich gilt, Energie und Ressourcen so nutzenstiftend und sparsam wie möglich einzusetzen.

Bohrinsel im Meer

Die Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern und, wo immer möglich, erneuerbare Energien zu nutzen, leitet sich schon aus den Kostenüberlegungen der Unternehmen ab. Doch auch gesellschaftlich ist das Ziel formuliert, Energie und Ressourcen so nutzenstiftend und sparsam wie möglich einzusetzen. Die gesellschaftliche Zielsetzung geht weit über reine Kostenargumente hinaus.
Deutschland hat sich im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie zur Energie- und Ressourceneffizienz verpflichtet. Das „Klimaschutzprogramm 2030“, der „Green Deal“ der Europäischen Kommission und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen sind die wichtigsten Orientierungspunkte. Mit dem heutigen Stand der Technik lassen sich diese Ziele allerdings nicht realisieren. Technische und soziale Innovationen werden daher integrativ erforscht und gemeinsam entwickelt, um maximale Nachhaltigkeit in Form von „grünen Innovationen“ zu entfalten.
Externe Faktoren wie der Ressourcenverbrauch und der CO2-Fußabdruck von Produktion und Dienstleistungen treten weiter in den Vordergrund. Das gilt sowohl im Kontext staatlicher und internationaler gesetzlicher Rahmenbedingungen als auch vor dem Hintergrund gewandelter gesellschaftlicher Anforderungen an nachhaltige Geschäftsmodelle.
Zu berücksichtigen sind auf betrieblicher Ebene beispielsweise:

  • die Entwicklung von Technologien,
  • die Konzentration auf Ressourceneffizienz schon bei der Produktentwicklung,
  • die Organisation betrieblicher Prozesse und
  • die Entwicklung von Dienstleistungsangeboten, die einer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit in der Wertschöpfung dienen.

Unterschiedliche Forschungsfelder sind zu integrieren, um Zusammenhänge zwischen Strukturen der Wertschöpfung und nachhaltigem Einsatz von Ressourcen zu erfassen und zu gestalten. Auch in diesem Zusammenhang sind es Ansätze der Digitalisierung, die die bewährten Verfahren und Konzepte der Forschung und Entwicklung ergänzen.

In der Wertschöpfung wächst mit dem Anteil virtueller Verfahren die Bedeutung der Daten. Sie sind das Pendant zu Material, Energie und Arbeit in der realen Welt. Die Digitalisierung erschließt mit den Daten eine neue Ressource. Die Besonderheit hierbei ist: Daten sind nahezu kosten- und verlustfrei reproduzierbar. Deshalb besitzen sie bisher nicht gekannte ökonomische Eigenschaften.
Sie erhalten ihren Wert, weil sie Auskunft geben. Die Betriebsdaten einer Maschine zeigen nicht nur die Zeit an, in der die Maschine gelaufen ist. Richtig analysiert geben sie Hinweise auf die Auslastung, Fehleranfälligkeit und das Zusammenspiel mit anderen Maschinen etc. Ableiten lassen sich beispielsweise auch Aussagen über das Personal, das die Maschinen bedient und wartet, über die Resilienz der Lieferketten oder die Kundenbindung. Das digitale Abbild der Maschine enthält alle Informationen zur Zusammensetzung der Materialien, zum Zustand von Bauteilen, zum Ressourcenverbrauch, zum Kontext der Nutzung etc.
Die Methoden, wie Daten gewonnen und verarbeitet werden, bestimmen die Qualität der Daten mit. Das bringt neue Chancen mit sich, beispielsweise indem sich Prozesse der Wertschöpfung besser steuern und Daten kommerzialisieren lassen. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen, beispielsweise geistiges Eigentum zu schützen und Geschäftsgeheimnisse zu wahren.

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Produktion, Dienstleistung und Arbeit
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