Szenario-Prozess skizziert alternative Zukunftsbilder für die Arbeitswelten in strukturschwachen Regionen

Im Rahmen des Förderschwerpunkts REGION.innovativ – Arbeitsforschung wurde ein Szenario-Prozess durchgeführt. Ziel war es, den zukünftigen Möglichkeitsraum von Arbeit in strukturschwachen Regionen in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu explorieren und Handlungsbedarfe und -optionen zu identifizieren.

Anhand der vier Szenarien: virtuelle Erweiterung, multiple Krisen als neues Normal, Personalmangel und technologische Entlastung, sowie belebte Regionen, werden Impulse für ein chancenorientiertes Handeln beschrieben, die die Gestaltung von Veränderungsprozessen in den kommenden Jahren strategisch unterstützen können.   

Szenarien zur Zukunft der Arbeit in strukturschwachen Regionen in Deutschland 2030

REGION.innovativ: Mit der Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“ setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine spezifische, themenoffene Innovationsförderung für strukturschwache Regionen um. Das Ziel der Förderung ist im Speziellen, bestehende regionale Bündnisse, Netzwerke oder Cluster in verschiedenen Innovationsfeldern dabei zu unterstützen, neue Werkzeuge und Modelle der Arbeitsgestaltung und -organisation zu erarbeiten und umzusetzen; insbesondere in und mit kleinen und mittleren Unternehmen. Dadurch sollen neue Potenziale für technologische und soziale Innovationen gefördert und die nachhaltige Entwicklung unterstützt werden. Mit der Maßnahme sollen gezielt die Akteure der Arbeitsforschung in strukturschwachen Regionen gestärkt und die Attraktivität des jeweiligen Standortes langfristig gesichert werden, indem innovative und nachhaltige Ansätze für die Arbeit der Zukunft erarbeitet und zügig in der Praxis angewandt werden.

Im Rahmen von REGION.innovativ wurde ein Szenario-Prozess (Zukunftsworkshop) durchgeführt.

Ziel war es, den zukünftigen Möglichkeitsraum von Arbeit in strukturschwachen Regionen in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu explorieren und Handlungsbedarfe und -optionen zu identifizieren. Der Prozess der Szenarien-Erstellung wurde dabei so angelegt, dass sowohl Umfeldfaktoren auf der Makroebene als auch regionale Einflussfaktoren in die Analyse mit einflossen. Der Zukunftsworkshop stellte ein Instrument des Austauschs und der Diskussion dar, kurze Szenarien der Arbeit in strukturschwachen Regionen im Jahre 2030 zu erstellen. Darunter waren gemeinsame Visionen zu Transformationsprozessen der Arbeit in diesen Regionen und Impulse zu zukünftigen Handlungsbedarfen zu verstehen. Der Zukunftsworkshop hat auf Ergebnisse und Vorarbeiten im Umfeld der Vorausschau aufgebaut und diese mit einer Datenbasis ergänzt, die Ansichten relevanter Akteure aus den Zielregionen, u. a. Koordinatoren und Vertreter aus den acht Verbünden zu „REGION.innovativ – Arbeitsforschung“ berücksichtigen. Im Fokus standen dabei die Besonderheiten der strukturschwachen Regionen auch unter Bezug zu strukturstarken Regionen, die Auswirkungen der Besonderheiten auf die (digitale) Transformation der Arbeitswelten sowie die Beiträge der geförderten Projekte auf die zukünftige Entwicklung. Sogenannte Future Spotlights gaben der Vorstellungskraft noch Unterstützung, um skizzierte Szenarien einen realen Rahmen zu geben.

Als Ergebnis des Szenario-Prozesses entstand ein Bericht, der vier Zukunftsszenarien beschreibt: virtuelle Erweiterung, multiple Krisen als neues Normal, Personalmangel & technologische Entlastung, sowie belebte Regionen, und Optionen für die chancenorientierte, antizipatorische Gestaltung von Transformationsprozessen anregt.

Diese Publikation entstand im Rahmen des Dienstleistungsauftrags „Zukunftsworkshop“ der Z_punkt GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Referat 521 und Referat 522, im Kontext des Förderschwerpunkts „REGION.innovativ – Gestaltung von Arbeitswelten der Zukunft in strukturschwachen Regionen“. Für den Inhalt zeichnen die externen Autorinnen und Autoren verantwortlich.

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