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Proaktive Steigerung der Anpassungsfähigkeit produzierender Unternehmen durch agiles Resilienz-Management (PARMa)

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Fördermaßnahme: Dynamische Wertschöpfungsnetzwerke im turbulenten Umfeld - Aufbau von Resilienz in produzierenden Unternehmen (Resipro)

Laufzeit: 01.01.2025 - 31.12.2027

Förderkennzeichen: 02J23C020, 02J23C021, 02J23C022, 02J23C023, 02J23C024, 02J23C025, 02J23C026, 02J23C027, 02J23C028

Webseite
Zielbild des Forschungsvorhaben PARMa Zielbild des Forschungsvorhaben PARMa

Forschungsziel:

Das Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit durch ein proaktives Resilienzmanagement zu steigern, um diese Defizite zu beseitigen. Mittels einer datenbasierten Bewertungslogik im Rahmen der vorhandenen Liefer- und Produktionsstrukturen des Unternehmens wird zunächst der Resilienzgrad eines Produktionssystems bestimmt. Anschließend werden anhand von Produktions- und Störungsmodellen durch Simulationen vulnerable Stellen, wie fehlendes Material oder drohende Kapazitätsmängel durch defekte Anlagen identifiziert und vernetzt als Störungsszenarien dargestellt. Basierend auf den Simulationsergebnissen werden Resilienzmaßnahmen entwickelt und in Form eines Resilienzbaukastens aufbereitet, mithilfe dessen der Resilienzgrad erhöht werden kann.

Ansprechperson Projektkoordination

Dr. Volker Große-Heitmeyer
+49 551 308-3459
volker.grosse-heitmeyer@sartorius.com

Ansprechperson bei PTKA

Dr.-Ing. Danuta Seredynska
+49 721 608-22944
danuta.seredynska@kit.edu

Pflichtveröffentlichung: Nach Abschluss des Projekts finden Sie unter Angabe der oben genannten Förderkennzeichen (FKZ) oder unter Angabe des Projektakronyms unter www.tib.eu/de die detaillierte Pflichtveröffentlichung.

Detaillierte Projektbeschreibung

Motivation
Fabriken sind immer mehr von Schocks und Ereignissen betroffen, die die Betriebskontinuität ihrer Produktionssysteme gefährden. Aufgrund seiner komplexen Liefer- und Produktionsstrukturen sowie Abhängigkeit von Materialverfügbarkeit ist auch der Maschinen- und Anlagenbau mit diesen Herausforderungen konfrontiert. Bisherige Lösungen bieten nicht die ganzheitliche Betrachtung und berücksichtigen nicht die verschiedenen Arten der Veränderungsfähigkeit, wie Resilienz, Robustheit, Flexibilität und Wandlungsfähigkeit. Zudem sind diese Konzepte häufig nur reaktiv ausgelegt und wenig anwendungsorientiert.

Ziele und Vorgehen
Das Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit durch ein proaktives Resilienzmanagement zu steigern, um diese Defizite zu beseitigen. Mittels einer datenbasierten Bewertungslogik im Rahmen der vorhandenen Liefer- und Produktionsstrukturen des Unternehmens wird zunächst der Resilienzgrad eines Produktionssystems bestimmt. Anschließend werden anhand von Produktions- und Störungsmodellen durch Simulationen vulnerable Stellen, wie fehlendes Material oder drohende Kapazitätsmängel durch defekte Anlagen identifiziert und vernetzt als Störungsszenarien dargestellt. Basierend auf den Simulationsergebnissen werden Resilienzmaßnahmen entwickelt und in Form eines Resilienzbaukastens aufbereitet, mithilfe dessen der Resilienzgrad erhöht werden kann.

Innovation und Perspektiven
Um eine langfristige Befähigung zu gewährleisten, soll zudem ein datenintegriertes Anwendungstool für ein iteratives Resilienzmanagement mit datenintegriertem Cockpit entstehen, welches Unternehmen dabei unterstützt, proaktiv Handlungen für einen höheren Resilienzgrad abzuleiten. Im Falle von impulsartigen Schocks und Unsicherheiten sollen produzierende Unternehmen somit weiterhin eine schnelle und zielgerichtete Handlungsfähigkeit im Rahmen ihrer Produktionsprozesse erhalten. Dazu wird die Entwicklung branchenunabhängiger Ergebnisse angestrebt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nach Projektende zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt werden.

Projektpartner
  • deepIng business solutions GmbH
  • Drägerwerk AG & Co. KGaA
  • Fritz Scharnhorst, Inh. Friedhelm Mehring e.K.
  • Leibniz Universität Hannover
  • OFFIS e. V.
  • Reuth GmbH
  • Sartorius Lab Instruments GmbH & Co.KG
  • Whitecell Eisenhuth GmbH & Co. KG
  • YOUSE GmbH
Publikationen
Titel: Forschung für resiliente Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerke
Video des BMFTR-YouTube-Fachkanals Innopuls
Autor: Projekt Resipro
Erscheinungsjahr: 2026
In diesem Video stellen wir die Förderbekanntmachung „Dynamische Wertschöpfungsnetzwerke im turbulenten Umfeld – Aufbau von Resilienz in produzierenden Unternehmen (Resipro)“ vor. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen, denen produzierende Unternehmen und ihre Wertschöpfungsnetzwerke in einem zunehmend dynamischen und unsicheren Umfeld begegnen, sowie die Ansätze, mit denen ihre Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann.
Titel: Handbuch Kreislauffähige Wertschöpfung
Schlüsselkonzepte, Technologien, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen
Autor: Sauer, A.; Miehe, R.; Hölzle K.
Erscheinungsjahr: 2026
Mit dem Open-Access-Handbuch „Kreislauffähige Wertschöpfung: Schlüsselkonzepte, Technologien, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen“ liegt ein kompakter Überblick über zentrale Aspekte der kreislauffähigen Wertschöpfung vor. Das Handbuch richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ebenso wie an interessierte Bürgerinnen und Bürger und bietet neben Grundlagenwissen auch praxisnahe Handlungsempfehlungen. Die Publikation beleuchtet unter anderem zirkuläre Geschäftsmodelle, Technologien und Produktentwicklung sowie gesellschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Ergänzt wird das Handbuch durch interaktive Formate wie Videos und ein Webgame, die den Wissenstransfer anschaulich unterstützen. Der digitale Download ist kostenlos verfügbar; die Druckversion erscheint am 10. Juli 2026.
Titel: Forschung für KI-integrierende Wertschöpfung
Video des BMFTR-YouTube-Fachkanals Innopuls
Autor: BMFTR / PTKA
Erscheinungsjahr: 2026
KI-integrierende Wertschöpfung ist ein zentrales Handlungsfeld im Fachprogramm „Zukunft der Wertschöpfung“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (Referat T21). Im Mittelpunkt steht die Entwicklung intelligenter Wertschöpfungssysteme, in denen Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität stärkt. Eingebettet in Produkte, Maschinen, Anlagen, Prozesse, Produktionssysteme und Dienstleistungen erweitert KI die Wahrnehmungs-, Lern- und Entscheidungsfähigkeit und unterstützt den Menschen bei komplexen Aufgaben entlang der gesamten Wertschöpfung. KI eröffnet neue Potenziale für Produktivität, Qualität, Ressourcenschonung und Energieeffizienz. Von intelligenten Assistenzsystemen bis hin zu autonomen und adaptiven Lösungen trägt sie dazu bei, Wertschöpfungsprozesse effizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige, skalierbare und robuste KI-Lösungen sowie eine durchgängige Datenbasis und die intelligente Vernetzung aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette. Die Forschung in diesem Handlungsfeld entwickelt die notwendigen technologischen Grundlagen und schafft die Voraussetzungen für den vertrauenswürdigen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der industriellen Praxis. Dabei werden innovative KI-Anwendungen gemeinsam mit Unternehmen entwickelt, unter realen Bedingungen erprobt und in die industrielle Anwendung überführt – insbesondere auch in mittelständisch geprägten Strukturen. KI-integrierende Wertschöpfung stärkt die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die Forschung leistet damit einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Wertschöpfung, technologischer Wettbewerbsfähigkeit und digitaler Souveränität.

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