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Stärkung der Resilienz für Wertschöpfungsnetzwerke durch Kompetenzdepots (ResiKomp)

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Fördermaßnahme: Dynamische Wertschöpfungsnetzwerke im turbulenten Umfeld - Aufbau von Resilienz in produzierenden Unternehmen (Resipro)

Laufzeit: 01.01.2025 - 31.12.2027

Förderkennzeichen: 02J23C130, 02J23C131, 02J23C132, 02J23C133, 02J23C134, 02J23C135, 02J23C136, 02J23C137

Komplexe Abhängigkeiten in Wertschöpfungsnetzwerken Komplexe Abhängigkeiten in Wertschöpfungsnetzwerken

Forschungsziel:

Mit Partnern aus den Branchen entwickelt das Projekt Lösungen, wie Kompetenzen im Netzwerk mit anderen Akteuren gebündelt werden können. Durch die Beschaffung notwendiger Kompetenzen über digitale Kompetenzdepots wird die Resilienz in Wertschöpfungsnetzwerken gesteigert. Kompetenzdepots sind digitale Anlaufstellen für Unternehmen, um kritische Kompetenzen branchenspezifisch zu identifizieren, mittels beispielsweise KI-Algorithmen Krisenszenarien und deren mögliche Auswirkungen zu simulieren. Entsprechend potenzieller Störungen können zudem Mechanismen und konkrete Maßnahmen zur Bereitstellung und Beschaffung notwendiger Kompetenzen entwickelt werden. Mit Hilfe von plattform- oder communitybasierten Ansätzen wird Unternehmen in Krisensituationen über Unternehmensgrenzen hinweg der Zugriff auf kritische Kompetenzen in ihrem Netzwerk ermöglicht. Dabei geht es u. a. um Mechanismen, wie eine Balance zwischen Vertrauen und wettbewerblichen Aspekten sichergestellt werden kann, sowie um versteckte Kompetenzmonopole und Mechanismen zur Risikominderung.

Ansprechperson Projektkoordination

Prof. Angela Roth
+49 911 5302-152
angela.roth@fau.de

Ansprechperson bei PTKA

Dr.-Ing. Danuta Seredynska
+49 721 608-22944
danuta.seredynska@kit.edu

Pflichtveröffentlichung: Nach Abschluss des Projekts finden Sie unter Angabe der oben genannten Förderkennzeichen (FKZ) oder unter Angabe des Projektakronyms unter www.tib.eu/de die detaillierte Pflichtveröffentlichung.

Detaillierte Projektbeschreibung

Motivation
Insbesondere in den Bereichen Automobil, IT/ Halbleiter und smarte Infrastrukturen können Lieferengpässe, Naturkatastrophen, politische Instabilität oder Pandemien zum völligen Zusammenbruch von Wertschöpfungsnetzwerken führen. Bislang fehlt die Möglichkeit, schnell und flexibel kritische Kompetenzen zu nutzen, die in Krisensituationen kurzfristig benötigt werden. Bei Unterbrechung des Seeverkehrs werden bspw. Kompetenzen zur Umstellung von Transportrouten oder Expertise in der Verhandlung von Notfallverträgen benötigt.

Ziele und Vorgehen
Mit Partnern aus den Branchen entwickelt das Projekt Lösungen, wie Kompetenzen im Netzwerk mit anderen Akteuren gebündelt werden können. Durch die Beschaffung notwendiger Kompetenzen über digitale Kompetenzdepots wird die Resilienz in Wertschöpfungsnetzwerken gesteigert. Kompetenzdepots sind digitale Anlaufstellen für Unternehmen, um kritische Kompetenzen branchenspezifisch zu identifizieren, mittels beispielsweise KI-Algorithmen Krisenszenarien und deren mögliche Auswirkungen zu simulieren. Entsprechend potenzieller Störungen können zudem Mechanismen und konkrete Maßnahmen zur Bereitstellung und Beschaffung notwendiger Kompetenzen entwickelt werden. Mit Hilfe von plattform- oder communitybasierten Ansätzen wird Unternehmen in Krisensituationen über Unternehmensgrenzen hinweg der Zugriff auf kritische Kompetenzen in ihrem Netzwerk ermöglicht. Dabei geht es u. a. um Mechanismen, wie eine Balance zwischen Vertrauen und wettbewerblichen Aspekten sichergestellt werden kann, sowie um versteckte Kompetenzmonopole und Mechanismen zur Risikominderung.

Innovation und Perspektiven
Die Projektidee zeichnet sich durch netzübergreifende Bündelung mehrerer notwendiger Säulen zur Bereitstellung und Beschaffung von Kompetenzen in Krisensituationen aus. Diese liefern Instrumente zur Identifizierung, Simulation sowie zum Tausch kritischer Kompetenzen. Perspektivisch entstehen eine community of practice, Nivellierungsoptionen für Netzwerke sowie Betreiberkonzepte für Kompetenzdepots.

Projektpartner
  • Bechtle GmbH
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • JOSEPHS GmbH
  • Siemens Aktiengesellschaft
  • Technische Universität Chemnitz
  • triloglQa
  • Vitesco Technologies GmbH
  • WIBU-SYSTEMS Aktiengesellschaft
Publikationen
Titel: Forschung für resiliente Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerke
Video des BMFTR-YouTube-Fachkanals Innopuls
Autor: Projekt Resipro
Erscheinungsjahr: 2026
In diesem Video stellen wir die Förderbekanntmachung „Dynamische Wertschöpfungsnetzwerke im turbulenten Umfeld – Aufbau von Resilienz in produzierenden Unternehmen (Resipro)“ vor. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen, denen produzierende Unternehmen und ihre Wertschöpfungsnetzwerke in einem zunehmend dynamischen und unsicheren Umfeld begegnen, sowie die Ansätze, mit denen ihre Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann.
Titel: Handbuch Kreislauffähige Wertschöpfung
Schlüsselkonzepte, Technologien, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen
Autor: Sauer, A.; Miehe, R.; Hölzle K.
Erscheinungsjahr: 2026
Mit dem Open-Access-Handbuch „Kreislauffähige Wertschöpfung: Schlüsselkonzepte, Technologien, Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen“ liegt ein kompakter Überblick über zentrale Aspekte der kreislauffähigen Wertschöpfung vor. Das Handbuch richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ebenso wie an interessierte Bürgerinnen und Bürger und bietet neben Grundlagenwissen auch praxisnahe Handlungsempfehlungen. Die Publikation beleuchtet unter anderem zirkuläre Geschäftsmodelle, Technologien und Produktentwicklung sowie gesellschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Ergänzt wird das Handbuch durch interaktive Formate wie Videos und ein Webgame, die den Wissenstransfer anschaulich unterstützen. Der digitale Download ist kostenlos verfügbar; die Druckversion erscheint am 10. Juli 2026.
Titel: Forschung für KI-integrierende Wertschöpfung
Video des BMFTR-YouTube-Fachkanals Innopuls
Autor: BMFTR / PTKA
Erscheinungsjahr: 2026
KI-integrierende Wertschöpfung ist ein zentrales Handlungsfeld im Fachprogramm „Zukunft der Wertschöpfung“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (Referat T21). Im Mittelpunkt steht die Entwicklung intelligenter Wertschöpfungssysteme, in denen Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität stärkt. Eingebettet in Produkte, Maschinen, Anlagen, Prozesse, Produktionssysteme und Dienstleistungen erweitert KI die Wahrnehmungs-, Lern- und Entscheidungsfähigkeit und unterstützt den Menschen bei komplexen Aufgaben entlang der gesamten Wertschöpfung. KI eröffnet neue Potenziale für Produktivität, Qualität, Ressourcenschonung und Energieeffizienz. Von intelligenten Assistenzsystemen bis hin zu autonomen und adaptiven Lösungen trägt sie dazu bei, Wertschöpfungsprozesse effizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige, skalierbare und robuste KI-Lösungen sowie eine durchgängige Datenbasis und die intelligente Vernetzung aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette. Die Forschung in diesem Handlungsfeld entwickelt die notwendigen technologischen Grundlagen und schafft die Voraussetzungen für den vertrauenswürdigen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der industriellen Praxis. Dabei werden innovative KI-Anwendungen gemeinsam mit Unternehmen entwickelt, unter realen Bedingungen erprobt und in die industrielle Anwendung überführt – insbesondere auch in mittelständisch geprägten Strukturen. KI-integrierende Wertschöpfung stärkt die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die Forschung leistet damit einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Wertschöpfung, technologischer Wettbewerbsfähigkeit und digitaler Souveränität.

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