„Zukunft der Wertschöpfung“ treibt die industrielle KI-Transformation voran
Die Hightech Agenda Deutschland, die Empfehlungen des Forschungsbeirats Industrie 4.0 und die neu ausgerichtete Plattform Industrie 4.0 unterstreichen die Bedeutung von KI für die industrielle Wertschöpfung. Das Fachprogramm „Zukunft der Wertschöpfung“ unterstützt die Umsetzung dieser strategischen Ziele mit gezielten Fördermaßnahmen.
Mit der Veröffentlichung der Roadmap „Künstliche Intelligenz“ im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland hat die Bundesregierung einen zentralen Fahrplan für die Entwicklung und den Transfer industrieller KI-Anwendungen vorgelegt. Ziel ist es, Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Datenökosysteme schneller in die industrielle Wertschöpfung zu integrieren und damit Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und technologische Souveränität zu stärken.
Diese Ziele spiegeln sich auch in den aktuellen Empfehlungen des Forschungsbeirats Industrie 4.0 wider. In seiner jüngsten Expertise zur zirkulären Wertschöpfung hebt der Forschungsbeirat insbesondere den Aufbau von Datenplattformen und Datenökosystemen, den Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie praxisnahe Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen als zentrale Erfolgsfaktoren hervor. Gleichzeitig betont die Expertise den Bedarf an weiterem Wissenstransfer und anwendungsorientierter Forschung.
Am 3. Juli 2026 wurde die Plattform Industrie 4.0 in Berlin im Rahmen der konstituierenden Sitzung ihrer neuen Leitungsrunde unter Beteiligung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, neu ausgerichtet. Gemeinsam mit 17 Industrieunternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen wird sie künftig als zentrales Strategie- und Umsetzungsnetzwerk die Einführung industrieller KI in Deutschland beschleunigen. Ziel ist es, datengetriebene und KI-basierte Anwendungen bis 2030 zum Standard in der deutschen Industrie zu machen und damit Wettbewerbsfähigkeit sowie technologische und digitale Souveränität nachhaltig zu stärken. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau eines leistungsfähigen industriellen KI-Ökosystems, von Infrastruktur und Daten über Industrial Foundation Models bis hin zu KI-Anwendungen, die enge Verzahnung mit Initiativen wie Manufacturing-X, IPCEI AI und 8ra sowie der beschleunigte Transfer innovativer KI-Lösungen in die industrielle Praxis und insbesondere in den Mittelstand. Der Neuausrichtung gingen mehrere Community-Dialoge mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Politik voraus, in denen das Zielbild und die künftige Ausrichtung der Plattform gemeinsam entwickelt wurden.
Hier setzt das Fachprogramm „Zukunft der Wertschöpfung“ an. Mit den Förderrichtlinien „Innovative Produktionssysteme durch KI-Integration“ (InProKI) und „KI-Module für Schlüsselfähigkeiten in Handwerk, Handel und Industrie“ (ModuS-KI) wird die Entwicklung, Erprobung und der Transfer produktivitätssteigernder KI-Lösungen für Industrie, Handel und Handwerk – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen gefördert. Die hohe Resonanz mit über 300 eingereichten Projektskizzen unterstreicht das große Innovationspotenzial und den hohen Handlungsbedarf in diesem Themenfeld. Die eingereichten Projektskizzen werden derzeit begutachtet. Der Projektstart der ausgewählten Vorhaben ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen. Bis 2029 stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hierfür insgesamt 85 Millionen Euro bereit.
Damit leisten die Fördermaßnahmen einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland. Gleichzeitig greifen sie zentrale Handlungsempfehlungen des Forschungsbeirats Industrie 4.0 und die Zielsetzung der neu ausgerichteten Plattform Industrie 4.0 auf. Die intelligente Integration von KI in industrielle Wertschöpfungsprozesse, der Aufbau leistungsfähiger Dateninfrastrukturen sowie der Transfer innovativer Technologien in die betriebliche Praxis sind wesentliche Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige, resiliente und nachhaltige Industrie.