Projekte

MeDiComP

Entwicklung von Direkt-Compoundier-Prozessen für die Herstellung medizinischer Einmalprodukte (MeDiComP)

Programm: PDA Forschung für Produktion
Bekanntmachung: Produktion für Medizintechnik - wirtschaftlich und in höchster Qualität (ProMed)
Wettbewerb: Produktion für Medizintechnik - wirtschaftlich und in höchster Qualität (ProMed)

Kurzbeschreibung:
Ziel des Projekt MeDiComp ist es, den Schritt der Aufbereitung in die Extrusion und das Spritzgießen zu integrieren. In weniger Prozessschritten können somit besser an die Anforderungen angepasste Produkteigenschaften erreicht werden. Dies soll für die Medizintechnik evaluiert und an medizintechnische Einmalprodukten demonstriert werden.

www:
http://www.bmbf-medicomp.de

Projektdauer: 01.06.2019 − 30.11.2022

Projektkoordinator:
Thomas Drogi
KraussMaffei Technologies GmbH - IS1511 Technology Development
Telefon: +49 89 8899-3720
E-Mail: thomas.drogi@kraussmaffei.com

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Claudius Noll
Telefon: +49 721 608-24953
E-Mail: claudius.noll@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Die besonderen Anforderungen an medizintechnische Einmalprodukte wie Sterilisierbarkeit, Biokompatibilität bedingen häufig den Einsatz individuell angepasster Materiallösungen. Diese werden bisher in verschiedenen Aufbereitungsverfahren (Compoundieren) durch Einmischen von Zusatzstoffen in Standardkunststoffen hergestellt. Anschließend erfolgt in Extrusions- oder Spritzgussprozessen die Weiterverarbeitung zu Produkten. Aufgrund der zum Teil geringen Materialmengen sowie des hohen Qualifizierungs- und Freigabeaufwandes, sind am Markt nicht ausreichend individualisierte Materiallösungen verfügbar. Potenziale zur Produktindividualisierung und Produktfunktionalisierung können somit häufig nicht ausgeschöpft werden.

Ziel
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, den Schritt der Aufbereitung in die Extrusion und das Spritzgießen zu integrieren. An die speziellen Anforderungen angepasste Produkteigenschaften können somit in weniger Prozessschritten erreicht werden.

Vorgehensweise
Basierend auf den strengen Anforderungen an medizintechnische Prozesse wird sowohl für das Spritzgießen als auch für die Extrusion eine geeignete Maschinentechnologie entwickelt. Diese wird an Beispielprodukten aus der Medizintechnik erprobt. In iterativen Entwicklungszyklen werden die Prozesse analysiert und optimiert. Durch Analyse der Materialeigenschaften der Demonstratorprodukte werden die Potenziale und Grenzen der neuartigen Prozesse in Bezug auf Alternativtechnologien, wie der Nutzung von Standardprozessen mit spezialisierten Extrusionsschnecken, bewertet. Durch die konzeptionelle und technische Umsetzung einer neuartigen Methode der In-Line-Prozesskontrolle soll schließlich der Weg hin zu einer Serienanwendung freigemacht werden.

Ergebnisverwertung
Die zu entwickelnden Verfahren reduzieren die Kosten durch Einsparung von Prozessschritten und Senkung der Materialkosten. Sie bieten aber auch strategische Vorteile, indem die Abhängigkeit von Zulieferern reduziert und die Reaktionsschnelligkeit erhöht wird. Nicht zuletzt werden sie es ermöglichen, Produkte mit komplexen Eigenschaftsspektren besser auf die Bedürfnisse der Patienten und des klinischen Personals anzupassen. Die Ergebnisse werden auf Messen und wissenschaftlichen Fachtagungen präsentiert und somit auch anderen Akteuren der Branche nahegebracht. Durch Diskussion der Thematik in branchenübergreifenden Foren wie Industriearbeitskreisen wird der Transfer der Direktcompoundiertechnologie in andere Branchen und Anwendungsbereiche initiiert.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Celina Gabber und Solvig Grünitz

+49 (0)721 608-25281
zentralessekretariat@ptka.kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu