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Herstellverfahren für Molkeprotein-basierte Barrierebeschichtungen mit optimierter Thermoumformbarkeit (MANUNET-ThermoWhey)

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Lebensmittel werden gut verpackt mit innovativen Schutzverpackungen. Lebensmittel werden gut verpackt mit innovativen Schutzverpackungen.

Forschungsziel: Ziel des Forschungsprojekts ThermoWhey ist die Entwicklung einer innovativen Folienbeschichtung mit einer molkeproteinbasierten Barriereschicht für Anwendungen im Verpackungsbereich. Die Projektergebnisse werden zukünftig nicht nur für Lebensmittelverpackungen, sondern z. B. auch zur Verpackung von pharmazeutischen Produkten, zum Einsatz kommen. Für die milchverarbeitende Industrie ergibt sich damit die Möglichkeit, ein Abfallprodukt als mögliches Ausgangsprodukt für weitere Anwendungen einzusetzen.

Ansprechperson Projektkoordination


Ansprechperson bei PTKA

Dipl.-Ing. Jens Korell
+49 721 608-26527
jens.korell@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Von der Zucchini bis zum Käse: Unsere Lebensmittel sind heute fast durchgängig in Kunststoff verpackt. Dazu werden täglich tonnenweise Materialien aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbraucht. Daher besteht eine große Nachfrage nach Verpackungsmaterialien auf Basis natürlicher Ressourcen. Molkeproteine, ein Abfallprodukt aus der Milchverarbeitung, bergen das Potenzial, Teile dieses Kunststoffmaterials zu ersetzen. Sie zeigen sehr gute Barriereeigenschaften gegenüber Gasen und Wasserdampf und eignen sich daher besonders für den Schutz und die Haltbarkeit von empfindlichen Lebensmitteln.

Ziel
Ziel des Forschungsprojekts ThermoWhey ist die Entwicklung einer innovativen Folienbeschichtung mit einer molkeproteinbasierten Barriereschicht für Anwendungen im Verpackungsbereich.

Vorgehensweise
Hierfür sind Forschungsarbeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Entwicklung der Molkebeschichtung bis zu den entsprechenden Werkzeugen und Anlagen, notwendig. Dabei werden im ersten Schritt Molkeproteinlösungen mit angepassten Eigenschaften, wie zum Beispiel Bruchdehnung, Barriereeigenschaften und Thermoformbarkeit, für den Beschichtungsprozess erarbeitet. Darauf erfolgt eine Umsetzung des Produktionsprozesses im Labormaßstab, um mit diesem Hochleistungsverfahren neuartig beschichtete Verpackungen, wie Folien und Schalen, im industriellen Maßstab herstellen zu können. Die deutschen Partner des Konsortiums werden dabei vor allem Arbeiten zur Entwicklung und industriellen Produktion einer thermoformbaren Beschichtung und geeigneter Werkzeuge und Prozesse auf Basis von Molkeprotein durchführen. Die spanischen Partner leisten wesentliche Beiträge zur Erprobung der Molkeprotein-Beschichtungen und der notwendigen Anlagentechnik

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Die Projektergebnisse werden zukünftig nicht nur für Lebensmittelverpackungen, sondern z. B. auch zur Verpackung von pharmazeutischen Produkten, zum Einsatz kommen. Für die milchverarbeitende Industrie ergibt sich damit die Möglichkeit, ein Abfallprodukt als mögliches Ausgangsprodukt für weitere Anwendungen einzusetzen. Dadurch können langfristig pro Jahr tausende Tonnen an Kunststoffbeschichtungen in Deutschland ersetzt werden. Durch den transnationalen Brückenschlag werden die benötigten Kernkompetenzen gebündelt und neue Märkte erschlossen.

Projektpartner
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung eingetragener Verein
  • GEBA KUNSTSTOFFVERARBEITUNG - Ges.m.b.H
  • Meierei-Genossenschaft Langenhorn eG
Publikationen
Titel: Whey protein based barrier coatings with enhanced thermoformability and agglomerated formulations for a range of packaging applications (ThermoWhey)
Akronym: ThermoWhey
Autor: Bugnicourt, E.; Rodriguez, L.; Schmid, M.; Stäbler, A.; Rahn, A.; Baur, G.; Romero, E.
Herausgeber: Fraunhofer IVV
Veröffentlicht im Jahr: 2017
In order to reduce the plastic pollution, there is a growing demand for sustainable packaging. In some cases it is possible to replace crude oil based plastics by renewable materials or waste products. The ThermoWhey project focuses on the replacement of proven barrier materials by whey protein, a by-product of the milk and cheese industry. In previous projects it was shown that whey protein based coatings have similar barrier properties to common barrier materials. Different whey formulations with different additives were developed along with a coating process. Therefore, it was shown that whey proteins have significant potential for substituting fossil barrier materials such as ethylene vinyl alcohol copolymer (EVOH). However, an important property of packaging materials is their ability to be thermoformed. This was not feasible with the previously developed formulations and is thus the main objective of the ThermoWhey project. To achieve this, the initial formulation was adjusted using different food grade additives to influence intermolecular interactions in the protein layer. These formulations were applied to polymer films on a lab and industrial scale. The resulting multilayer structures were evaluated for their thermoformability, barrier properties and compliance with food legislation. Furthermore, novel agglomeration processes for whey protein were developed and the thermoformimg process was optimised. As result of the ThermoWhey project a sustainable barrier layer is now available which is competitive, allows durable thermoforming, provides good barrier properties and is based on a by-product from the food industry.

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