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KMU-innovativ Industrielle Additive Fertigung großvolumiger Bauteile aus Nickelbasislegierungen (IAMhuge)

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Fördermaßnahme: KMU-innovativ: Produktionsforschung (ab 2016)

Laufzeit: 01.08.2022 - 31.07.2025

Förderkennzeichen: 02P21K000, 02P21K001, 02P21K002, 02P21K003

Großvolumige Ringe aus Nickelbasislegierung für den Turbinenbau Großvolumige Ringe aus Nickelbasislegierung für den Turbinenbau

Forschungsziel:

Ziel des KMU-innovativ Projekts IAMhuge war es, einen HAM-Prozess (engl. Hybride Additive Manufacturing) zu erforschen, welcher die endkonturnahe Herstellung großvolumiger Bauteile aus Inconel ermöglicht. Als hybride AM-Prozesse werden solche Prozesse bezeichnet, die eine direkte Nachbearbeitung der aufgetragenen Schichten ermöglichen. Somit können die mechanisch-technologischen Bauteileigenschaften direkt nach dem Aufbauprozess angepasst werden. Derzeit ist der realisierbare Bauraum noch stark eingeschränkt und die Eigenschaften der großvolumigen Bauteile noch nicht ausreichend erforscht. Durch die Volumenvergrößerung erhöht sich die Abschmelzleistung. Die Herausforderung des Projekts war, den Qualitätserhalt der Bauteilendeigenschaften sicherzustellen. Die am Markt verfügbaren Fertigungsverfahren ermöglichten bislang keine wirtschaftliche Herstellung.

Ansprechperson Projektkoordination

Prof. Anton Schmailzl
+49 9492 8384-101
anton.schmailzl@th-deg.de

Ansprechperson bei PTKA

Dipl.-Ing. Stefan Scherr
+49 721 608-25286
stefan.scherr@kit.edu

Pflichtveröffentlichung: Nach Abschluss des Projekts finden Sie unter Angabe der oben genannten Förderkennzeichen (FKZ) oder unter Angabe des Projektakronyms unter www.tib.eu/de die detaillierte Pflichtveröffentlichung.

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Im Zuge der Energiewende besteht im Turbinenbau ein hoher Bedarf an großvolumigen Bauteilen aus Inconel, einer hochtemperaturbeständigen Nickelbasislegierung. Derzeit werden diese noch manuell als Sonderanfertigung vorwiegend im Ausland geschmiedet. Es ergeben sich Abhängigkeiten und lange Lieferzeiten. Für den späteren Einsatz ist außerdem eine hohe Präzision der Bauteile nötig, was eine Nachbearbeitung des schwer zerspanbaren Materials erforderlich macht.

Zielsetzung
Ziel des KMU-innovativ Projekts IAMhuge war es, einen HAM-Prozess (engl. Hybride Additive Manufacturing) zu erforschen, welcher die endkonturnahe Herstellung großvolumiger Bauteile aus Inconel ermöglicht. Als hybride AM-Prozesse werden solche Prozesse bezeichnet, die eine direkte Nachbearbeitung der aufgetragenen Schichten ermöglichen. Somit können die mechanisch-technologischen Bauteileigenschaften direkt nach dem Aufbauprozess angepasst werden. Derzeit ist der realisierbare Bauraum noch stark eingeschränkt und die Eigenschaften der großvolumigen Bauteile noch nicht ausreichend erforscht. Durch die Volumenvergrößerung erhöht sich die Abschmelzleistung. Die Herausforderung des Projekts war, den Qualitätserhalt der Bauteilendeigenschaften sicherzustellen. Die am Markt verfügbaren Fertigungsverfahren ermöglichten bislang keine wirtschaftliche Herstellung.

Vorgehensweise
Um das Projektziel zu erreichen, war ein zweistufiges Vorgehen geplant. In der ersten Stufe wurde eine Laboranlage aufgebaut, mit der eine zielgerichtete Erforschung der Prozesskette ermöglicht wurde. Die zweite Stufe nutzte die Erkenntnisse für die Konzeptionierung und Umsetzung einer Prototypenanlage für großvolumige Ringe im Turbinenbau. Die Prototypenanlage gestattete die Erforschung skalierbarer Prozessführungsansätze. Daraus beantworteten sich ebenfalls praxisrelevante Fragestellungen, wie beispielsweise der thermische Bauteilverzug. Als Ergebnisse lagen nach Projektabschluss die Labor- und die Prototypenanlage vor.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Mit dem Forschungsvorhaben wurde ein erheblicher Beitrag zur Etablierung von HAM-Prozessen für großvolumige Bauteile geleistet. Hier besteht ein sehr großes Marktpotenzial, sowohl für Lohnfertiger als auch für Anlagenhersteller. Großvolumige Bauteile werden insbesondere in der hier anvisierten Branche Turbinenbau benötigt. Neben einer individualisierten Neuproduktion ist eine Ausweitung auf die Ersatzteilbeschaffung möglich.

Projektpartner
  • FIT AG
  • MTE Deutschland GmbH
  • Ottmar Buchberger GmbH
  • Technische Hochschule Deggendorf
Publikationen
Titel: Neues 3D-Druck-Verfahren SAAM begeistert Industrie und Wissenschaft
Autor: TV Aktuell Ostbayern
Erscheinungsjahr: 2025
Am Tech Campus in Parsberg wurde im Rahmen des Projekts „IAMhuge“ ein neues Verfahren zur additiven Fertigung von Metallbauteilen vorgestellt: S.A.A.M – Submerged-Arc-Additive Manufacturing. Der innovative 3D-Druck basiert auf einer Technik, bei der ein Draht unter einer Pulverschicht abgeschmolzen und Schicht für Schicht aufgetragen wird. Das neue Verfahren verspricht zahlreiche Vorteile – besonders für große Bauteile. Energieeffizient, präzise und leistungsstark: Das SAAM-Verfahren bringt laut den Entwicklern am Tech Campus Parsberg entscheidende Vorteile: Es ist energieeffizient, arbeitet sehr präzise und überzeugt vor allem durch seine hohe Abschmelzleistung. Dank dieser Eigenschaft lassen sich auch große Metallbauteile in kurzer Zeit herstellen – ein bedeutender Fortschritt für die industrielle Anwendung.
Titel: Industrial additive manufacturing of huge inconel parts for turbine components - "IAMhuge"
Gemeinsamer Sachbericht
Autor: Fluhrer, B.; Buchberger, M.: Kleemann, B.
Erscheinungsjahr: 2025
Im Turbinenbau besteht ein hoher Bedarf an großvolumigen Bauteilen aus Inconel, einer hochtemperaturbeständigen Nickelbasislegierung. Derzeit werden diese noch manuell als Sonderanfertigung vorwiegend im Ausland geschmiedet. Es ergeben sich Abhängigkeiten und lange Lieferzeiten. Für den späteren Einsatz ist außerdem eine hohe Präzision der Bauteile nötig, was eine Nachbearbeitung des schwer zerspanbaren Materials erforderlich macht. Im KMU-innovativ Projekt IAMhuge wurde deshalb ein HAM-Prozess (engl. Hybride Additive Manufacturing) erforscht, welcher die endkonturnahe Herstellung großvolumiger Bauteile aus Inconel und eine direkte Nachbearbeitung der aufgetragenen Schichten ermöglicht. Als Ergebnisse lagen nach Projektabschluss die Labor- und die Prototypenanlage vor. Mit dem Forschungsvorhaben wurde ein erheblicher Beitrag zur Etablierung von HAM-Prozessen geleistet, die neben einer individualisierten Neuproduktion von großvolumigen Bauteilen auch eine Ausweitung auf die Ersatzteilbeschaffung ermöglichen.

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