SAARepair: Kombination aus Abtrag und Auftrag revolutioniert die Reparatur schwerer Bauteile
Bei tonnenschweren Schmiede- und Gussbauteilen können innere Fehlstellen wie Risse, Einschlüsse oder Poren aus der Fertigung oder der Verschleiß während des Betriebs zu Ausschuss oder gar zu Ausfällen mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen. Reparaturen sind bislang kaum möglich, da etablierte Schweißverfahren bei der Größe und Masse solcher Bauteile an technische Grenzen stoßen.

Das neue KMU-innovativ Forschungsprojekt „Additives Unterpulverschweißen für die mobile Bauteilreparatur (SAARepair)“ setzt genau hier an: Entwickelt wird ein kombiniertes Verfahren, das die Bearbeitung beschädigter Bereiche beispielsweise durch Fräsen mit einem fehlerfreien additiven Auftragsprozess verbindet. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung des SAAM-Verfahrens (Lichtbogen-Auftragsschweißen unter Pulver) sowie die technische Adaptation für den Einsatz in einer neuartigen mobilen Werkzeugmaschine. Ziel ist es, Ausschusskosten zu reduzieren, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu verringern.
Das Projektkonsortium knüpft direkt an die Ergebnisse des erfolgreichen KMU-innovativ Forschungsprojekts „Industrielle Additive Fertigung großvolumiger Bauteile aus Nickelbasislegierungen (IAMhuge)“ an. In dem abgeschlossenen Forschungsprojekt wurden die grundlegenden industriellen Anwendungsmöglichkeiten des Schweißverfahrens entwickelt und erprobt.
An SAARepair beteiligt sind die Praxispartner METROM Mechatronische Maschinen GmbH sowie M+W Schweißtechnik unter der erfahrenen Leitung des Technologie Campus Parsberg-Lupburg der Technischen Hochschule Deggendorf.
SAARepair verdeutlicht, wie wirkungsvoll anwendungsorientierte Forschung sein kann: Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen entsteht eine unmittelbar in der Praxis nutzbare Technologie – ein Beispiel für gelingenden Wissenstransfer, ganz im Sinne der Hightech-Agenda Deutschlands.
Albert Füracker, Minister des Bayrischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat, sowie Susanne Hierl, Mitglied des Deutschen Bundestags, gratulierten im Rahmen des Neujahrsempfangs 2026 des Technologie Campus Parsberg-Lupburg zum erfolgreichen Projektbeginn.

Das Forschungsprojekt ist am 1. Januar 2026 gestartet und hat eine Laufzeit von 30 Monaten.
